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Aktualisiert im September 2026: Diesen Beitrag haben wir 2021 geschrieben. Seit dem 27. September 2026 gilt ein geändertes Wettbewerbsrecht: Unternehmen dürfen ein Produkt oder eine Website nicht mehr als „klimaneutral“ bewerben, wenn diese Aussage auf CO2-Ausgleich beruht. Den Ausgleich selbst verbietet das Gesetz nicht, nur die Werbung damit. Wir haben den Beitrag deshalb überarbeitet.
Wenn es um Klimaschutz und den Erhalt unseres Planeten geht, kommt einem nicht direkt das Internet als Ursache in den Sinn. Eher Umweltverschmutzung durch Emissionen aus dem Verkehr, Kohleabbau, Fleischindustrie und ähnliches. Jedoch verbrauchen wir mit jedem Website-Zugriff Strom. Meistens kommt dieser Strom aus einer „schmutzigen“ Quelle und da wir in Zukunft davon ausgehen können, dass die Internetnutzung Jahr für Jahr global weitersteigen wird, liegt es in unserer Verantwortung, unsere Website so ressourcenschonend wie nur möglich zu betreiben.
Inzwischen gibt es CO2-Rechner, mit denen der Website-eigene CO2-Fußabdruck grob berechnet werden kann: Der Website Carbon Calculator. Wie umweltschädlich ist eure Website?
Warum schreiben die KlickPiloten darüber?
Regionale und globale Veränderungen des Klimas, Naturkatastrophen und die Alarmierung unzähliger Wissenschaftler machen es deutlich – die Klimakrise ist da und wir alle müssen mit anpacken. Die Scientists for Future Deutschland haben dazu 24 Fakten zur Klimakrise übersichtlich grafisch dargstellt.
Bei den KlickPiloten arbeiten wir cloudbasiert und überwiegend papierlos. Ein Thema, das dabei immer wieder aufkommt, ist der CO2-Ausgleich.
Für das globale Klima ist es unbedeutend, an welcher Stelle CO2-Emissionen bzw. Treibhausgase ausgestoßen bzw. reduziert werden. Die klimaschädliche Wirkung von Treibhausgasen kennt keine Grenzen. Daher lassen sich Emissionen, die durch Deinen Lebensstil in Deutschland verursacht werden, durch eine Einsparung an einer ganz anderen Stelle wieder ausgleichen bzw. kompensieren, z.B. in einem Entwicklungsland. Dieser Mechanismus wird weithin als CO2-Ausgleich oder CO2-Kompensation bezeichnet. (www.klimaneutral-jetzt.de)
Wie CO2-Ausgleich für Websites funktioniert
Nach wie vor spielt die Kohleenergie in Deutschland eine wichtige Rolle. Energiebedingte Emissionen machen ca. 85 % der deutschen Treibhausgasemissionen aus. Im Vergleich zu den niedrigeren Preisen für Kohle sind z.B. die Preise für Erdgas höher. Der deutsche Strommix ist also somit nicht sauber und es ist auch noch kein Wechsel zum emissionsärmeren Erdgas zu verzeichnen. Wenn also direkte saubere Energie noch keine naheliegende Lösung ist, bietet sich als Ergänzung der Ausgleich an: Die Emissionen, die durch eine Website entstehen, werden an anderer Stelle eingespart.
Wie wird der Ausgleich berechnet?
Anbieter wie klimaneutral-jetzt.de berechnen die Emissionen einer Website aus der Zahl der Seitenaufrufe pro Jahr und gleichen sie über Klimaschutzprojekte aus.
Sie gehen von einem Mittelwert von 10g pro Seitenaufruf aus. Als Referenzen dienen hier die Angaben von Google, die von 0,7g ausgehen, und des Umweltbundesamtes, die 15g an Emissionen pro Seitenaufruf veranschlagen. Umgerechnet heißt das: Pro 100.000 Seitenaufrufe wird rund 1 t CO2 ausgeglichen.
Werben mit „klimaneutral“: seit 2026 nicht mehr erlaubt
Früher durften Website-Betreiber nach dem Ausgleich ein Label wie „klimaneutrale Website“ zeigen. Seit dem 27. September 2026 geht das in der Werbung nicht mehr: Das geänderte Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet Klimaneutralitäts-Aussagen, die auf CO2-Ausgleich beruhen. Ebenso unzulässig sind Nachhaltigkeitssiegel, die nicht auf einem anerkannten Zertifizierungssystem beruhen.
Wer ein solches Label auf seiner Website hat, sollte es entfernen. Der Ausgleich selbst kann weiter sinnvoll sein, nur werben lässt sich damit so nicht mehr. Im Zweifel lohnt sich eine rechtliche Prüfung.
Was wirklich hilft: den Verbrauch senken
Wirksamer als jeder Ausgleich ist es, Emissionen gar nicht erst entstehen zu lassen. Ein paar Ansatzpunkte:
- Schlanke Website: Bilder komprimieren, unnötige Skripte weglassen, Caching nutzen. Jedes Megabyte, das nicht übertragen wird, spart Strom.
- Cloud-Hosting: Anstatt unternehmenseigene Server zum Betreiben und Speichern zu nutzen, auf Cloud-Lösungen bauen
- Umweltschonende Hardware: Bei der Beschaffung von Hardware sollte immer auf Nachhaltigkeit & Langlebigkeit geachtet werden
- Papierloses Arbeiten: Digitale, ressourcenschonende Technologien nutzen, anstatt papierlastige Überbürokratisierung
- Mobiles Arbeiten: Je mehr home-office und je weniger Geschäftsreisen, umso umweltschonender das Arbeiten (2020 hat es bewiesen)
- Hardware Entsorgung: Sachgerechte und sorgfältige Entsorgung, indem Einzelteile wiederverwertet werden können
Was wir bei den KlickPiloten selbst tun, steht auf unserer Seite Nachhaltigkeit und Umweltschutz.




