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Am 23. und 24. Juni fand die jährliche K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE im ESTREL Berlin statt. Unter dem packenden Kongressmotto „Into Action“ versammelten sich rund 5.000 Teilnehmende, über 200 Aussteller auf 14.000 Quadratmetern sowie mehr als 250 Speakerinnen und Speaker.
Die Kernfrage, die sich wie ein roter Faden durch die zwei Konferenztage zog: „Do you play not to lose or do you play to win?“ (Spielst du, um nicht zu verlieren, oder um zu gewinnen?) In einer hyper-dynamischen und volatilen Branche ging es in diesem Jahr weniger um theoretische Trends als vielmehr um den mutigen Schritt in die Umsetzung.
Zwischen Hype und Realität: AI und neue Commerce-Modelle
Ein absolutes Highlight und eine Premiere in diesem Jahr war das AI Auditorium. Hier wurde Künstliche Intelligenz abseits von reinen Marketing-Buzzwords unter die Lupe genommen. Branchengrößen wie REWE, LUQOM, FALKE und BLACKROLL diskutierten die „knallharte Realität“ hinter dem Hype.
Dabei kristallisierte sich eine fundamentale Verschiebung heraus: KI verändert nicht mehr nur bestehende Prozesse, sondern verschiebt ganze Geschäftsmodelle hin zu einem „Demand-led Commerce“, bei dem die unmittelbare Nachfrage und das Kundenerlebnis das gesamte System steuern. Auch das Schlagwort „Agentic Commerce“ (autonome KI-Agenten, die für den Konsumenten einkaufen) war in aller Munde. Das Spannende daran: Je mehr Technologie automatisiert wird, desto mehr wird die eigene Persönlichkeit und Authentizität einer Marke zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Technologie allein reicht nicht mehr
Die K5-Thesen 2026 - diskutiert von bekannten Branchengesichtern wie Alexander Graf (Kassenzone) und Stefan Wenzel - machten deutlich, dass Technologie längst demokratisiert und somit kein exklusiver Vorteil mehr ist. Die eigentliche Differenzierung liegt in der Organisation, den Datenstrukturen und vor allem den Menschen. Wie Stefan Wenzel es treffend auf den Punkt brachte: „Nicht die Technologie, sondern 10 % Eurer Leute bauen 100 % Eurer Zukunft.“ Zudem rückt das Nutzerverhalten in den Fokus - „Habit Control“ wurde als eine der KPIs der Zukunft ausgerufen.
Networking, Startups und Awards
Neben den klassischen Keynotes von Schwergewichten wie Zalando, adidas, eBay und OTTO lebte die K5 2026 vor allem von ihrer Community. In über 70 praxisnahen Masterclasses konnten die Besucher tief in Use Cases eintauchen.
Klarheit entsteht durch Handeln
Die K5 Future Retail Conference 2026 hat gezeigt: Wer im digitalen Handel von morgen eine Rolle spielen will, muss raus aus der Schockstarre und rein in die Gestaltung. Verena Schlüpmann, Geschäftsführerin der K5, fasste es in ihrer Eröffnungsrede perfekt zusammen: „Klarheit entsteht nicht vor dem Handeln. Klarheit entsteht immer durch das Handeln.“
Wer die Dynamik von Berlin verpasst hat, kann bereits vorausschauen: Die nächste K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE findet am 22. und 23. Juni 2027 erneut im ESTREL Berlin statt - und die Retail-Welt wird sich bis dahin sicherlich wieder ein Stück weitergedreht haben.










